Implantologie
Der Wunsch, verlorene Zähne wieder wachsen zu lassen, kann zwar auch mit Implantaten nicht erfüllt werden, aber man kommt diesem Ziel sehr nahe.
Was sind Implantate?
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, an denen man je nach Bedarf, Kronen, Brücken, Prothesen oder auch kieferorthopädische Geräte befestigen kann. Durch die neuen Möglichkeiten der Implantologie hat die zahnärztliche Prothetik eine enorme Bereicherung erfahren. Implantate ermöglichen es Zähne zu ersetzen ohne benachbarte natürliche Zähne abschleifen zu müssen. Sie ermöglichen festsitzenden Zahnersatz (fast wie eigene Zähne), wo früher nur noch herausnehmbare Prothesen machbar waren. Der manchmal unzureichende Halt von herausnehmbaren (Voll-)Prothesen kann durch Implantate ganz entscheidend verbessert werden. Selbst völlig zahnlose Patienten können mit Hilfe der Implantate wieder festsitzenden Zahnersatz erhalten.
Wie werden Implantate gesetzt?
Implantate werden anstelle der natürlichen Zähne in den Ober- oder Unterkiefer eingesetzt (geschraubt). Dies geschieht wie beispielsweise beim Ziehen von Zähnen in örtlicher Betäubung. In unserer Praxis werden Implantate überwiegend minimalinvasiv gesetzt, wodurch Operationsumfang und -dauer wesentlich reduziert werden können. Ein Aufschneiden der Schleimhaut, Freilegen des Knochens und Nahtversorgung ist nicht erforderlich. Der Eingriff erfolgt über kleine, gestanzte Löcher in der Schleimhaut und dauert pro Implantat ca. 10 Minuten. Hinterher treten in der Regel nur geringe Schwellungen und Schmerzen auf, viele Patienten benötigen nicht einmal Schmerzmittel. Nach einer Einheilzeit von 6-8 Wochen (manchmal auch länger) kann dann der geplante Zahnersatz angefertigt und eingesetzt werden. Ein Zweiteingriff zum Offenlegen der Implantate ist bei dem von uns verwendeten Implantattyp nicht erforderlich.
Kann jeder ein Implantat bekommen?
Sehr viele, aber nicht alle Patienten können wir mit Implantaten versorgen. Wenn zu wenig Kieferknochen vorhanden ist, kann es problematisch werden (aber auch dann gibt es häufig noch Möglichkeiten). Wenn schwerwiegende Allgemeinerkrankungen vorliegen, muß man von einer Implantation abraten. Auch eine schlechte Mundhygiene (siehe Prophylaxe) kann dazu führen, daß keine Implantate gesetzt werden können.
Wie hoch ist die Erfolgsrate?
Die Implantologie ist den Kinderschuhen entwachsen und heute ein Standardverfahren. Bei guten Voraussetzungen liegt die Erfolgsrate bei ca. 95%. Es gibt aber Faktoren, die zu einer niedrigeren Rate führen, zum Beispiel Zuckerkrankeit, Rauchen, unzureichende Mundhygiene. Ein Verfalldatum für Implantate gibt es aber nicht. Einmal eingeheilte und nicht erkrankte Implantate können dauerhaft im Kiefer verbleiben.
Gibt es Risiken?
Wie bei allen chirurgischen Eingriffen gibt es das allgemeine Risiko von Nachblutungen und Wundinfekten. Beide Risiken sind im allgemeinen aber eher gering. Darüberhinaus kann es noch spezielle Risiken (Kieferhöhlenprobleme, Gefahr der Nervschädigung oder eines Nachbarzahnes) geben, je nachdem, wo implantiert wird. Darüber informiert im Einzelfall der behandelnde Arzt.
Woraus bestehen Implantate?
Wie heute fast alle Implantate bestehen auch die von uns verwendeten aus hochreinem Titan / Titanlegierung in medizinischer Qualität. Dieses Material verbindet hohe Bioverträglichkeit mit sehr guten physikalischen Eigenschaften. Neben anderen verwenden wir überwiegend Implantate der Fa. Champions-Implants, Deutschland , Fa. Straumann, Schweiz und Ihde-Dental, Deutschland.
Bei gegebener Indikation setzen wir auch Implantate aus Vollkeramik.
Wer setzt Implantate?
Noch ist die Zahl der implantologisch tätigen Zahnärzte nicht sehr hoch. In unserer Praxis werden die Implantationen und die darauf aufbauende prothetische Versorgung in der Regel von Herrn Dr. Richard Hindricks durchgeführt. Er hat sich seit 1988 theoretisch und praktisch mit der Implantologie beschäftigt (kammerzertifizierter Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie) und hat bisher ca. 3800 Implantate (Stand 2015) gesetzt und prothetisch versorgt. Auf Wunsch und je nach individuellem Fall kann aber auch eine Auftragsimplantation erfolgen.Die Implantate werden dann in unserer Praxis gesetzt, der behandelnde Hauszahnarzt übernimmt die prothetische Versorgung.
Was kosten Implantate?
Implantate sind nahezu ausschließlich rein privatzahnärztliche Leistungen und können in der Regel nur anteilig (Festzuschuß) über die gesetztlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Im Einzelfall können die Kosten nach Aufwand und Implantattyp erheblich variieren. Die sehr guten Erfahrungen und die zunehmende Standardisierung machen es aber möglich die Implantologie einem weiten Patientenkreis auch finanziell zugänglich zu machen. Aus berufsrechtlichen Gründen dürfen wir hier keine weiteren detaillierten Informationen geben; wir bitten dafür um Verständnis. Nur soviel: Die Ihnen vielleicht bekannten Zahlen der Stiftung Warentest erscheinen uns allerdings sehr hoch. Gerne führen wir ein individuelles Beratungsgespräch durch.
Info-Spezial:   Minimalinvasive Implantologie
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